Brain Snack No. 1 – Oxytozin, der Kitt fürs Leben

von Catherine André

Kennen Sie Oxytozin? Noch nicht? Dann wird es Zeit etwas darüber zu lesen! Oxytozin lenkt den Fokus speziell auf positive soziale Information und schafft so Vertrauen. Mit einer Extradosis Oxytozin, erinnern wir uns besser an freudige als an traurige Gesichter und wir werden „sanfter“ und toleranter. Als Kuschelhormon bekannt geworden, zeigt es in den letzten wissenschaftlichen Untersuchungen, dass es noch viel mehr kann: Es ist ein Neurotransmitter – also ein elementarer Botenstoff des Nervensystems. Oxytozin wird im Hypothalamus ausgeschüttet und wirkt vor allem im emotionalen Zentrum, dem Limbischen System. Es spielt eine zentrale Rolle in unser Sozialverhalten, denn der Botenstoff sorgt für gegenseitiges Vertrauen und baut sozialen Stress ab.

Seit geraumer Zeit wird der Stoff auch im Umfeld der Wirtschaftswissenschaften genauer untersucht. So hat die Arbeitsgruppe um Heinrichs und dem Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Ernst Fehr, interessante Erkenntnisse in Bezug auf Investitions-Entscheidungen gesammelt. Weiterführende Studien dazu haben gezeigt, dass ein Überschuss an Oxytozin, Entscheidungen erheblich beschleunigen kann. Wie interessant! Hier stellt sich die Frage, wo wir das im Leadership einsetzen können?

Es scheint klar, dass Oxytozin soziale Kontakte mit Gefühlen und Wohlbefinden vernetzt. Somit – theoretisch – eine ideale Substanz, um Strömungen der zwischenmenschlichen Fähigkeiten und Empathie zu beeinflussen. Da Oxytozin offensichtlich auch auf unsere Ängste und unser Misstrauen Einfluss nimmt, haben wir uns vorgenommen, diesen Einfluss beim Führen von Menschen und Teams genauer anzuschauen.

Wenn Sie das interessiert, dann besuchen Sie unseren Brain Snack – Dialog vom 11. April 2018.

Quellen: Baumgartner, T. et al.: Oxytocin Shapes the Neural Circuitry of Trust and Trust Adaptation in Humans.

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Von | 2018-03-06T21:04:52+00:00 März 5th, 2018|Allgemein|0 Kommentare